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Bielsko-BiaĹa
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Bielsko-BiaĹa [] (deutsch Bielitz-Biala, tschechisch BĂlsko-BÄlĂĄ, schlonsakisch Biylsko-BioĹĹ) ist eine kreisfreie Stadt in der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Sie entstand 1951 durch den Zusammenschluss der (Ăśsterreichisch-)schlesischen Stadt Bielsko (Bielitz) und der kleinpolnischen bzw. galizischen Stadt BiaĹa (Biala), die in polnischer Zeit zum Kreis Schlesien (1564â1792) gehĂśrt hatte. Die Stadt wurde zum wirtschaftlich-kommerziellen, kulturellen Zentrum eines Gebiets, das oft informell als Beskidenland benannt wurde.
Contents
⢠Geographie
⢠Geschichte
⢠Bielsko
⢠BiaĹa
⢠Bielsko-BiaĹa
⢠Religion
⢠Theater
⢠Museen
⢠Musik
⢠Bauwerke
⢠Sport
⢠Wirtschaft
⢠Verkehr
⢠Nahverkehr
⢠StraĂen
⢠Eisenbahn
⢠Flughäfen
⢠Ehrenbßrger
⢠Politik
⢠Stadtrat
⢠Partnerstädte
⢠Gemeinde
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Die Stadt Bielsko-BiaĹa liegt im Schlesischen Vorgebirge sĂźdlich des Oberschlesischen Industriegebiets, beidseitig der Bialka, eines rechten Nebenflusses der Weichsel. Die Hauptstadt der Woiwodschaft Schlesien, Kattowitz, liegt ca. 60 km nĂśrdlich der Stadt. Die tschechische Grenze befindet sich ca. 40 km westlich der Stadt in Teschen.
SĂźdlich von Bielsko-BiaĹa erstrecken sich die Schlesischen Beskiden sowie Ăśstlich der Stadt die Kleinen Beskiden.
Geschichte
Bielsko
Aus dem 12. Jahrhundert stammt die slawische Wallburg in Stare Bielsko (Alt-Bielitz) und im frĂźhen 13. Jahrhundert gab es mĂśglicherweise eine Siedlung an der Stelle des heutigen Marktplatzes in Bielitz, nahe der Furt am Fluss BiaĹa (Bialka), auf dem Weg zwischen SkoczĂłw (Skotschau) und KÄty (Kenty), die damals wahrscheinlich schon der Grenze zwischen den BistĂźmern Breslau (Teschener Kastellanei im Westen) sowie Krakau (Auschwitzer Kastellanei mit Pless im Osten und Norden) war. Im Jahr 1290 entstand das Herzogtum Teschen-Auschwitz, dessen zum groĂen Teil Gebirgsgegend bis 1281 eher die Peripherie des Herzogtums Oppeln-Ratibor war. Der erste Piastenherzog Mieszko I. initiierte eine starke deutschrechtliche Kolonisation, einschlieĂlich des Biala-Tals direkt auf dem Weg zwischen den zwei wichtigsten herzĂśglichen Residenzen. Damals entstanden zwischen den FlĂźssen Ostravice im Westen und Skawinka im Osten einige deutsche Sprachinseln, aber um Bielitz war die Teilnahme der deutschen Siedler wahrscheinlich am stärksten und die Bielitz-Bialaer Sprachinsel blieb als einzige bis nach dem 17. Jahrhundert bestehen.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Orts Belsko stammen aus der Zeit um 1300. Etwa nach der Aufstellung des Dokuments Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (wo Bielsko nicht erwähnt worden war) und vor 1312 erhielt Bilitz das Stadtrecht. Zu dieser Zeit bestand es aus lediglich 56 Häusern.
Als 1315 das Herzogtum Auschwitz von Teschen abgespalten wurde, verlief die Grenze durch das Bielitzer Land und die Bialka wurde zum Grenzfluss. Seit 1327 standen beide unter der Lehnsherrschaft des KĂśnigreichs BĂśhmen, was 1335 mit dem Vertrag von Trentschin politisch bestätigt wurde. Mit dem Ăbergang des Herzogtums Auschwitz an den polnischen KĂśnig war Bielitz ab 1475 de facto Grenzstadt zu Polen.
Nachdem 1526 die Habsburger die bÜhmische KÜnigswßrde erlangten, gehÜrte Bielitz zum Habsburger Reich. 1553 wurde das Bielitzer Gebiet eine eigene Herrschaft, die dann 1572 dem Herzogtum Teschen abgekauft wurde und als Minderstandesherrschaft dem Oberamt Breslau unterstand. In ihr lebten etwa 2500 Einwohner, davon waren drei Viertel Deutsche. Im Gegensatz zum Rest Teschener Schlesiens wurde in Bielitz im Jahr 1565 die Amtssprache Deutsch, während im Rest des Gebiets Tschechisch lang die Hauptamtssprache blieb.
Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem Zentrum des Handwerks. Vor allem die Tuchmacherei wurde dort ansässig. Der Tuchmacherzunft, die seit 1548 bestand, gehĂśrten 1571 17 Meister an. Bielitz war auf 179 Häuser angewachsen und gelangte zu einem gewissen Reichtum, der es ermĂśglichte, im Jahre 1570 dem Herzog von Teschen das Dorf Nikelsdorf und einen groĂen Stadtwald abzukaufen.
Die Reformation setzte sich in Bielitz recht schnell durch; auch die 1628 und 1654 durchgefßhrten Rekatholisierungen zeigten wenig Erfolg. Zwar wurden sämtliche Kirchen wieder katholisch, doch die Bielitzer besuchten sie nicht. Mit Unterstßtzung der evangelischen Herrschaft wurden in den Wäldern heimlich Gottesdienste abgehalten; in der Stadt bestanden an geheimen Orten evangelische Winkelschulen.
Im DreiĂigjährigen Krieg wurde der Ort von den Schweden geplĂźndert und das Schloss niedergebrannt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Tuchweberei zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor der Stadt. Im Polnischen Thronfolgekrieg eroberten die Russen 1734 Bielitz, im Ersten Schlesischen Krieg, 1741 die PreuĂen. Diese verloren die Stadt nur ein Jahr später wieder an Ăsterreich. Bielitz war die einzige evangelische Stadt in ganz Ăsterreich.
1751 wurde die Minderstandesherrschaft Bielitz zur Freien Standesherrschaft, 1752 zum FĂźrstentum und 1754 durch Maria Theresia in ihrer Eigenschaft als KĂśnigin von BĂśhmen zum Herzogtum Bielitz erhoben.
Durch das 1781 von Kaiser Joseph II. erlassene Toleranzpatent entstanden 1782 in Bielitz wie auch in Biala evangelische Kirchgemeinden.
Um 1800 hatte Bielitz 4200 Einwohner und verschmolz mit Biala zu einem Ballungszentrum, das 1815 mit 8000 Einwohnern nach Troppau das zweitgrĂśĂte in Ăsterreichisch-Oberschlesien war. Die Industrialisierung in beiden Städten schritt schnell voran. 1806 wurde die erste Wollspinnmaschine in Betrieb genommen und 1811 entstand die erste Textilfabrik, die nicht mehr dem Zunftzwang der Tuchmacher unterlag.
1808 und 1836 wĂźteten Brände in Bielitz und zerstĂśrten den Ort zu groĂen Teilen.
1848 wurde der evangelische Pastor Karl Samuel Schneider in den Wiener Reichstag gewählt, der sich dort als der einzige protestantische Abgeordnete fßr die Rechte der Protestanten in der neuen Verfassung einsetzte.
Die evangelische Gemeinde Bielitz grĂźndete bis 1881 zusammen mit der Stadt u. a. eine Realschule, ein Gymnasium und eine Ingenieurschule. Besondere Verdienste erwarb sich dabei der evangelische Superintendent Theodor Karl Haase, der auch Abgeordneter des Reichsrates war.
In dem 1867 gegrĂźndeten evangelischen Lehrerseminar lehrte Professor Karl Volkmar Stoy aus Heidelberg erstmals in Ăsterreich die Herbartsche Pädagogik und bildete Lehrer aus dem ganzen Lande, von Kärnten bis zur Bukowina, aus. 1890 erhielt die Stadt ein deutsches Theater.
Bielitz war die Stadt der Wollindustrie in Schlesien geworden, aber auch der Textilmaschinenbau spielte eine gewichtige Rolle.
Nach 1900 waren in den Industriebetrieben von Bielitz 20.000 Arbeiter beschäftigt, die aber grĂśĂtenteils in den DĂśrfern der deutschen Sprachinsel wohnten. Ungelernte Arbeiter kamen vielfach als Pendler aus den armen polnischen BeskidendĂśrfern. Das hatte zur Folge, dass die Einwohnerzahl von Bielitz nur wenig stieg, während andere Nachbarstädte Oberschlesiens in dieser Zeit einen enormen Zuzug verzeichneten.
1910 lebten 17.970 Menschen in Bielitz, davon 15.144 Deutschsprachige (84,2 %). Ăhnlich verhielt es sich in den umliegenden DĂśrfern: dort lebten 13.839 Einwohner, von denen 11.573 (83,6 %) deutschsprachig waren. Allgemein stieg die Prozentzahl der Deutschsprachigen im Bezirk Bielitz von 16,1 % im Jahr 1880 auf 21,5 % im Jahr 1910. Im Jahr 1910 war die Verteilung der Konfessionen in Bielitz wie folgt (hierbei wurden 598 nicht dauerhaft hier Wohnhafte mitgezählt): 10.278 RĂśmische Katholiken (55,3 %), 4942 Lutheraner (26,6 %), 13 Reformierte (0,1 %), 3024 Juden (16,3 %) und 211 Andere (1,1 %). 7598 Personen waren in Bielitz selbst heimatberechtigt, 3497 Personen stammten aus anderen Orten Ăsterreichisch-Schlesiens und 6875 aus anderen Gebieten der Monarchie.cite-ref-2[2]
Bielitz wurde 1920 Bestandteil des wiedererrichteten Polen und nach der Volksabstimmung in Oberschlesien zusammen mit den Gebieten Ostoberschlesiens 1922 in der Autonomen Woiwodschaft Schlesien vereinigt. Die Stadt blieb auch innerhalb Polens mehrheitlich von Deutschen (Juden machten um 20 % der Bewohner aus und waren Ăźberwiegend deutschsprachig) bewohnt. Auch bedingt durch die 600-jährige Geschichte als deutsche Sprachinsel war die Abwanderung der deutschen BevĂślkerung hier nur sehr gering. Das deutsche Lehrerseminar wurde nun auch zur Unterrichtsstätte deutschsprachiger Lehrer aus den ehemals preuĂischen oder russischen Teilen Polens.
Am 18. September 1937, am Vorabend des jĂźdischen Sukkoth-Festes, kam es zu einem Pogrom, der als âPogrom nach Programmâ schon die âReichskristallnachtâ ein Jahr später vorwegnahm. In der Zeitung âJĂźdische Presseâ wurden die Ereignisse geschildert: âAm 18. September dringt eine Gruppe von Antisemiten in ein jĂźdisches Restaurant in Bielitz ein, lässt sich Spirituosen ausfolgen und weigert sich, zu zahlen. Der Besitzer holt die Polizei, die StĂśren-friede werden abgefĂźhrt, am Kommissariat aber sofort wieder freigelassen. Sie kehren ins Restaurant zurĂźck und demolieren die gesamte Einrichtung. PlĂśtzlich fällt ein Schuss â einer der Eindringlinge ist auf der Stelle tot. Ohne Beweise wird ein jĂźdischer Angestellter der Tat beschuldigt. Als sich das GerĂźcht verbreitet, dass ein Jude einen Christen getĂśtet habe, werden an mehreren Punkten der Stadt Fensterscheiben jĂźdischer Wohnungen eingeschlagen, Läden demoliert, Waren geraubt. Auch die Synagoge der Schwesternstadt Biala wird angegriffen. Am nächsten Tag nehmen Ăźber 10.000 Menschen am Begräbnis des getĂśteten Arbeiters teil, im Anschluss stĂźrmen die aufgeheizten Massen in die von Juden bewohnten StraĂen, schlagen Passanten nieder, demolieren Wohnungen und Läden. Juden werden durch SteinwĂźrfe und Schläge verletzt. Die Polizei ist machtlos. Erst in den Abendstunden trifft aus Krakau und Kattowitz Verstärkung ein, die wieder Ruhe herstellt.â
Am 24. September 1937 wurde Bielitz erneut Schauplatz eines Pogroms, dem vierten in einer Woche, der alle drei bisherigen an Grausamkeit und ZerstĂśrungswut Ăźbertraf. Nach einer Protestversammlung zogen die Teilnehmer durch die StraĂen und zertrĂźmmerten in sämtlichen jĂźdischen Geschäften die Auslagen. Dienstboten und Hausmeister zeigten dem Mob bereitwillig die jĂźdischen Wohnungen, das PlĂźndern dauerte bis 1 Uhr frĂźh. Bald griffen die gewalttätigen Ausschreitungen auch auf Warschau und andere polnische Städte Ăźber.cite-ref-3[3]
Beim Ăberfall auf Polen wurde die Stadt am 3. September 1939 durch deutsche Truppen besetzt, wobei es zu keinen Gefechten kam. Aus dem polnischen Landkreis Bielsko und Teilen des Kreises Biala wurde vĂślkerrechtswidrig der Landkreis Bielitz mit Bielitz als Sitzgemeinde gebildet, mit der am 1. Juli 1941 die Stadt Biala vereinigt wurde.
Am 13. und 14. September 1939 wurden durch die Einsatzgruppe I der SS unter der Fßhrung von Bruno Streckenbach die Synagoge Bielitz und die Synagoge (Biala) gesprengt. Bis Ende November 1939 wurden die jßdischen Einwohner in Biala ghettoisiert und später zum Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Die meisten jßdischen Einwohner wurden bis 1944 umgebracht.
Am 11. Februar 1945 erreichte die Rote Armee Bielsko. Seit dem Zweiten Weltkrieg, der u. a. die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945â1950 zur Folge hatte (etwa 50 % der deutschen Bewohner flĂźchtete, danach wurden etwa 2400 Deutsche zwangsausgesiedelt),cite-ref-4[4] gibt es keine deutschsprachige BevĂślkerung in Bielitz mehr. Nur etwa 1600 Juden kehrten in die Stadt zurĂźck. Aus der Sowjetunion deportierte Juden vergrĂśĂerten bis März 1951 ihre Anzahl auf 3366. Danach sank durch Auswanderung nach Israel ihre Zahl auf 469 im Jahr 1956, bis schlieĂlich 1989 nur noch 50 verblieben.cite-ref-5[5] Bis Juli 1947 wurde Bielitz mit 3684 polnischen Familien (21.290 Personen) als neuen Siedlern besiedelt â die zweitgrĂśĂte Zahl nach Kattowitz in den Grenzen der ehemaligen Woiwodschaft Schlesien.cite-ref-6[6] In die benachbarten DĂśrfer kamen im Zuge der Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944â1946 etwa 595 Familien (2225 Personen). Die unkontrollierte und ungezählte Umsiedlung machte in Bielitz weniger Probleme als in Biala, wo die âRepatriierungâ nicht vom Staat organisiert wurde.cite-ref-7[7]
BiaĹa
Bielsko-BiaĹa
Bereits am 1. Juli 1941 wurden beide Orte zu einer Stadt zusammengelegt, was jedoch nach Kriegsende rĂźckgängig gemacht wurde. In der Nachkriegszeit erfolgte ein Ausbau der Industrie und die Stadt vergrĂśĂerte sich weiter.
Am 1. Januar 1951 wurden beide Städte erneut zu einer Stadt Bielsko-BiaĹa vereinigt, die der Woiwodschaft Katowice angehĂśrte. 1961 lebten in der Doppelstadt 77.571 Einwohner. Zum 1. Januar 1969 wurden verschiedene Orte eingemeindet, sodass Bielsko-BiaĹa 1970 105.700 Einwohner hatte und damit zu einer GroĂstadt geworden war. 1975 bis 1998 war die Stadt selbst Woiwodschaftshauptstadt. Die Verwaltungsreformen aus dem Jahr 1975 wurden von der StadtbevĂślkerung weitgehend positiv aufgenommen. FĂźr das Gebiet der Woiwodschaft wurde damals die Bezeichnung Podbeskidzie ([das Land] unterhalb der Beskiden) gebräuchlich, die die neue Identität des Gebiets in der Umgebung der Stadt Bielsko-BiaĹa gegenĂźber Oberschlesien sowie Kleinpolen betonte.cite-ref-8[8] Seit 1999 ist Bielsko-BiaĹa Sitz des Powiats Bielski, während es selbst kreisfrei ist.
Etymologie des Namens Bielsko-BiaĹa
Beide Namen der Orte Bielsko und BiaĹa, aus dem Bielsko-BiaĹa zusammengesetzt ist, leiten sich vom Namen des Flusses BiaĹa (weiĂ[er Fluss]) ab, an den beide Orte grenzen. Der Name des Flusses ist abgeleitet vom weiĂen Grund (polnisch bielice).
Historische Ansichten
Religion
Das Bistum Bielsko-Ĺťywiec (deutsch Bielitz-Saybusch) der rĂśmisch-katholischen Kirche hat seinen Sitz in Bielsko-BiaĹa (deutsch Bielitz). Es umfasst die Powiate Bielski, CieszyĹski und Ĺťywiecki in der sĂźdlichen Woiwodschaft Schlesien. Bischofskirchen (Kathedrale und Konkathedrale) befinden sich in Bielitz und Saybusch.
Bielsko-BiaĹa ist Amtssitz des Bischofs der DiĂśzese Teschen der Evangelisch-Augsburgischen (d. h. lutherischen) Kirche in Polen.
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Theater
⢠In Bielsko-BiaĹa in der ul. 1 Maja 1 befindet sich das Teatr Polski (dt. polnisches Theater), das einen festen Stamm von 20 Schauspielern hat. Es hat (Juni 2022) 25 StĂźcke in seinem aktuellen Repertoire.
⢠Das Puppentheater Banialuka (Teatr Lalek Banialuka) wurde 1947 von Jerzy Zitzmann und Zenobiusz Zwolski gegrßndet. Das Gebäude und der Spielort liegen in der ul. Mickiewicza 20, dieses Gebäude wurde 1934 als Chaim-Nachmann-Haus der jßdischen Kultur errichtet.
⢠Im gleichen Gebäude wie das Teatr Polski heute wurde 1890 auf Initiative kulturbeflissener Bielitzer BĂźrger das Deutsche Theater gegrĂźndet. Der Entwurf stammte vom Wiener Architekten Emil Ritter von FĂśrster. Bekannte Wiener KĂźnstler wie der Hoftheatermaler Jan Kautsky (der Vater des marxistischen Politikers Karl Kautsky) arbeiteten an der Gestaltung des Theaterinneren mit. 1905 wurde das Innere durch die Architekten-Compagnie Fellner & Helmer, die auch das Deutsche Volkstheater in Wien errichtet hatte, umgebaut. Die Fassade zeigt Statuen der von Apollo und der Musen Melpomene und Thalia, die Kurtine einen âTanz der Nymphenâ. Das Bielitzer Theater war ein Symbol der engen kulturellen Beziehungen zwischen Bielitz und Wien und galt Jahre hindurch sogar als bestes Ăśsterreichisches Sprechtheater auĂerhalb Wiens. Vor dem Ersten Weltkrieg traten hier Stars wie Alexander Girardi, Alexander Moissi und Adele Sandrock auf, 1918 debĂźtiert hier die jĂźdische Schauspielerin Ida Ehre, die BegrĂźnderin der Hamburger Kammerspiele. 1936â1938 war der BĂźhnenbildner und Regisseur Gustav Manker am Haus engagiert.cite-ref-9[9] Zuvor bestand bereits ein deutschsprachiges Theater in Bielitz, das am 16. März 1857 im damaligen âZunfthausâ erĂśffnet wurde.cite-ref-10[10] Das Bielitzer Theater musste sich starker Konkurrenz stellen, da Wien â mit 350 km näher gelegen als Warschau â infolge der vorzĂźglichen Eisenbahnverbindungen fĂźr die Bielitzer leicht erreichbar war. Jeden Freitag fuhr in nur 4 ½ Stunden ein Direktzug nach Wien und brachte das kulturbeflissene Bielitzer BĂźrgertum ins Burgtheater und in die Staatsoper, wobei ein halber Waggon nur den Abendgarderoben der Damen vorbehalten war.cite-ref-11[11]
Museen
⢠Im historischen SuĹkowski-Schloss befindet sich Technik und Textilindustrie, Stara Fabryka zeigt in einem ehemaligen Fabrikgebäude die AusrĂźstungen der Textilindustrie aus dem 19. und frĂźhen 20. Jahrhundert, auĂerdem FeuerwehrausrĂźstungen aus dem 19. Jahrhundert.
⢠Das Weberhaus (Dom Tkacza) ist im Wohn- und Arbeitshaus der Weberfamilien Bartke und Bathelt untergebracht, in dem diese in der zweiten Hälfte des 18. und im 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten. Es zeigt Webereiwerkzeuge und Haushaltsgegenstände.
⢠Das Julian-FaĹat-Museum (FaĹatĂłwka) ist in der frĂźheren Gartenvilla des KĂźnstlers untergebracht und dem Leben und Schaffen des gleichnamigen polnischen Malers gewidmet.
Musik
Bauwerke
Kulturell war Bielitz von engen Beziehungen zu Wien geprägt: Heinrich Ferstl, der Architekt der Wiener Universität, baute hier die evangelische Kirche, Ludwig SchĂśne die Synagoge, Leopold Bauer die groĂe Nikolaikirche und der Otto-Wagner-SchĂźler Max Fabiani wurde mit der Stadtentwicklung beauftragt und baute das Gebäude des CafĂŠ âEuropaâ. All das schlug sich signifikant im Stadtbild nieder, Bielitz wurde bald âKlein-Wienâ genannt.
Kirchen
⢠âBielitzer Zionâ (ErlĂśserkirche und Lutherdenkmal am Lutherplatz), ehemalige evangelische Schulen sowie evangelisches Pfarrhaus.
⢠Die Kathedrale St. Nikolaus (Katedra Ĺw. MikoĹaja) ist seit 1992 die Kathedrale des Bistums Bielsko-Ĺťywiec. Sie wurde 1443 bis 1447 als gotische Saalkirche gestiftet und enthält nach zahlreichen Um- und Anbauten heute Stilmerkmale von der Gotik bis zur Moderne. Dort sind unter anderem eine barocke Nepomuk-Figur aus dem 18. Jahrhundert, ein RĂŠgence-Beichtstuhl aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und modernistische Wandmalereien von den Krakauer Malern Marian Konarsko und MichaĹ Gadocha. Das heutige ĂuĂere erhielt sie nach einem Ausbau durch Leopold Bauer von 1908 bis 1910.
⢠Kirche Johannes der Täufer in Alt-Bielitz (westlich gelegener Stadtteil)
⢠Die Lutherkirche (KoĹcióŠMarcina Lutra) in BiaĹa ist ein klassizistischer Bau aus dem Jahre 1788. Der Hauptaltar wurde 1835 von dem Krakauer Bildhauer Joachim Kornecki fertiggestellt.
⢠Die Kirche der GĂśttlichen Vorsehung (KoĹcióŠOpatrznoĹci BoĹźe) in BiaĹa ist ein spätbarockes Bauwerk, es wurde 1760â1769 errichtet und im 19. Jahrhundert zweimal umgebaut.
⢠Die St.-Barbara-Kirche (KoĹcióŠĹw. Barbary) im Stadtteil Mikuszowice Krakowskie ist eine Holzkirche.
Weltliche Bauten
⢠Sulkowski-Schloss mit Schlosskapelle. Der erste hĂślzerne Bau, eine Kastellanei, wird Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entsteht dann eine feste Burg mit einem zweistĂśckigen Palas. Nach zahlreichen Umbauten, Ausbauten und Instandsetzungen wurde schlieĂlich 1853 bis 1855 die neue neoromanische Schlosskapelle St Anna errichtet. Und von 1855 bis schloss sich an der Umbau in Neorenaissance-Formen unter dem Wiener Architekten Johann Pätzelmeyer und Emanuel Rost dem Ălteren. Nach 1945 wurde das Schloss fĂźr Schule und Bibliothek umgebaut, seit 1983 ist es Museum. Es wird seit 2001 restauriert; heute befindet sich hier das Museum Schloss Bielsko.cite-ref-12[12]
⢠Polnisches Theater (Teatr Polski w Bielsku-BiaĹej). Das Gebäude in der u. I Maja 1 wurde 1889â1890 nach den Plänen des Wiener Architekten Emil von FĂśrster von dem Bielitzer Architekten Andrzej Walczok als Stadttheater errichtet. 1905 wurden beim Umbau durch Ferdinand Fellner und Hermann Helmer an beiden Seiten zweigeschossige Anbauten hinzugefĂźgt. 1999â2000 wurde das Gebäude renoviert. Der BĂźhnenvorhang stammt aus dem Wiener Atelier von Johann Kautsky, der Nymphentanz darauf wurde ausgefĂźhrt von Francesco Angelo Rottonara.cite-ref-13[13]
⢠Das Rathaus (ratusz) in BiaĹa ist ein Neorenaissance-Bau, der 1895â1897 nach Plänen von Emanuel Rost jr. erbaut wurde.
Schulen
⢠Die ZespóŠSzkóŠElektronicznych Elektrycznych i Mechanicznych im. JÄdrzeja Ĺniadeckiego in der ul. SĹowackiego 24 wurde von Emanuel Rost sen. 1873â83 gebaut. Der Bau ist leicht klassizistisch, der leicht hervorstehende Mittelteil ist um ein Mezzaningeschoss erhĂśht. Vor 1945 war hier die Real- und Gewerbeschule untergebracht.
Wohnhäuser
⢠Im Weberhaus ist eine Ausstellung des Museums Schloss Bielsko zum Webereihandwerk im 19. Jahrhundert zu sehen. Die Familie Bartke errichtete das Holzhaus Ende des 18. Jahrhunderts.cite-ref-14[14]
⢠Das Froschhaus (kamienica Pod Ĺťabami) ist ein Jugendstilbau, der 1903 nach Plänen des Architekten Emanuel Rost jr. errichtet wurde. Ăber dem Eingang sitzen zwei FrĂśsche, an ein Weinfass gelehnt, einer raucht Pfeife der andere spielt Mandoline.
⢠Das Haus in der Ulica Osuchowskiego 8 wurde 1936 bis 1939 von Kazimierz SoĹtykowsi errichtet. Der asymmetrische viergeschossige Bau hat abgerundete Ecken und Rundfenster. Vor 1945 war die Realschule darin untergebracht.
⢠Das frßhere Wohnhaus von Theodor Sixt (Willa Theodora Sixta, ul Mickiewicza 24) ist ein zweistÜckiger Neorenaissancebau, der 1883 von Karl Korn gebaut wurde, im Erdgeschoss liegt ein Saal mit Spiegeldecke. In den 1970er Jahren wurde das Haus teilweise umgebaut. Heute befindet sich darin das Rektorat der Technischen und Humanistischen Akademie.cite-ref-15[15]
⢠Die Villa des Architekten Karl Korn (Willa wĹasna architekta Karla Korna (ul. Mickiewicza 21)) wurde 1882â83 errichtet, die Diele ist mit Malerei im pompejanischen Stil geschmĂźckt. Hinter der Villa liegt Korns frĂźheres Atelier,cite-ref-16[16]
⢠Die frßhere Villa des Eduard Zipser wurde um 1880 von Emanuel Rost sen. im franzÜsischen Neorenaissance-Stil erbaut.
⢠die frßhere Villa Carl Johann Bartelmuss (Willa Carla Johanna Bartelmussa, ul. Zdrojowa 6) wurde vor 1872 errichtet und in den 1960er Jahren renoviert. Es ist ein Bau im Stil der italienischen Renaissance.
⢠die frßhere Villa Hermann Schneider (ul. Mickiewicza 27) wurde 1903 bis 1905 errichtet.
⢠1888 wurde von Emanuel Rost sen. eine Neorenaissance-Villa fĂźr Karl Wenzel (ul. KrasiĹskiego 26) errichtet
⢠Eine Villa im Landhausstil lieà sich Oswald Molenda nach 1905 errichten (ul. Pocztowa 18)
FriedhĂśfe
Denkmäler
Sport
Erfolgreichster FuĂballverein ist (Juni 2022) der Verein Podbeskidzie Bielsko-BiaĹa, der 2018/19 zweitklassig spielt und in fĂźnf Spielzeiten in der Ekstraklasa antrat. Die Damenvolleyball-Mannschaft von BKS Stal Bielsko-BiaĹa spielt in der hĂśchsten polnischen Liga ebenso wie die Futsal-Mannschaft von Rekord Bielsko-BiaĹa. In der obersten Spielklasse des Männer-Volleyball ist der BBTS Siatkarz Original Bielsko-BiaĹa.
Sebastian Kawa ist 10-facher Weltmeister im Segelfliegen zwischen 1999 und 2016 sowie mehrfacher Vizeweltmeister in 15-m-Klasse, auĂerdem Europameister der 18-m-Klasse.
Seit 2006 ist die Stadt jährlich Gastgeber der Polish Open, einem internationalen Karate-Turnier mit bis zu 2000 Sportlern. Im Februar 2025 war die Stadt Gastgeber der Karate-Europameisterschaften der Jugend, Junioren & U21 2025 mit 1181 Startern aus 48 Ländern.
Es gibt 55 Sportvereine und 20 SchĂźler- und Studenten-Sportvereine in der Stadt. Das städtische Stadion wird von den FuĂballmannschaften der Podbeskidzie Bielsko-BiaĹa und des BKS Stal Bielsko-BiaĹa als Spielstätte genutzt. Es bietet 15.292 Zuschauern Platz und hat einen Naturrasen mit Rasenheizung.
Von 1907 bis 1939 bestand fĂźr die deutschsprachigen BĂźrger der Stadt der FuĂballverein Bielitz-Bialaer Sportverein.
Wirtschaft
Bielsko-BiaĹa ist bekannt fĂźr Unternehmen der Textilindustrie und des Maschinenbaus. Fabrikationsstätten unterhalten hier FCA Poland, Fiat-GM Powertrain Polska, Nemak Poland, Eaton Automotive Systems, Finnveden Polska, Adler Polska, Cooper-Standard Automotive Polska, Magneti Marelli Suspension Systems Bielsko, Techmex, GE Power Controls, EnerSys, Hutchinson Poland, Philips Lighting Bielsko, ZakĹady TĹuszczowe Bielmar, Electropoli-Galwanotechnika, ABB Industrial Solutions, Bulten Polska S.A., TRW Steering Systems Poland, Electropoli Poland, Shiloh Industries, Wawrzaszek ISS, Marbet, Bielskie ZakĹady Obuwia âBefadoâ, âKlingsporâ, Aluprof S.A., Bielskie PrzedsiÄbiorstwo Budownictwa PrzemysĹowego S.A., âAsk Polandâ und Fenice Poland. In der Region werden auch beispielsweise von den Unternehmen Avio Polska oder ZakĹady Lotnicze MargaĹski & MysĹowski S.A. Bestandteile von Flugzeugen oder Flugzeuge und Segelflieger produziert. Der Arbeitsmarkt in der Stadt zeigt Arbeitskräftemangel in solchen Berufen wie: Bauarbeiter, BaumaschinenfĂźhrer, Elektriker, Elektromechaniker, Schneider, Kurierecite-ref-17[17].
Auf dem Gelände der frĂźheren Textilfabrik ZPW Finex, am Ufer des Flusses BiaĹa ist das Einkaufszentrum Sfera untergebracht. Dazu gehĂśren (Juni 2022) 250 Läden, 25 Restaurants und CafĂŠs, eine Bowling-Bahn, ein Kino und ein Hotel. Die Arbeitslosigkeit lag im September 2018 bei 1,9 Prozent.
Verkehr
Nahverkehr
Der Nahverkehrsanbieter Miejski ZakĹad Komunikacyjny w Bielsku-BiaĹej betreibt ca. 40 Buslinien im Tagverkehr und 2 Linien im Nachtverkehr. Senioren ab 65 Jahren fahren gratis.cite-ref-18[18]
StraĂen
Eisenbahn
Flughäfen
Drei groĂe Flughäfen liegen 90 oder weniger Kilometer von der Stadt entfernt: Flughafen Katowice, Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice und der tschechische Flughafen LeoĹĄ JanĂĄÄek Airport Ostrava.
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Ernst Traugott von Kortum (1742â1811), Jurist, Autor, Beamter, Hofrat und Politiker
⢠Carl Joseph Pratobevera (1769â1853), Vizepräsident des Appellationsgerichts Wien
⢠Carl Samuel Schneider (1801â1882), evangelischer Pastor und Reichstagsabgeordneter in Wiencite-ref-19[19]
⢠Eduard Zipser (1802â1871), Tuchfabrikant und MitbegrĂźnder der modernen Textilindustrie
⢠Jakob HĂśnel (1810â1885), evangelischer Pfarrer und Superintendent von Galizien und Bukowina
⢠Alois Scholz (1821â1883), Direktor der Eisenwerke in ZĂśptau und Stefanau
⢠Carl Gustav Zipser (1822â1896), lutherischer Pfarrer und Superintendent
⢠Friedrich Gerhardt (1828â1921), Maler
⢠Alfred von Kropatschek (1838â1911), Ăśsterreichischer Feldzeugmeister
⢠Carl Joseph Pratobevera (1838â1853), Ăśsterreichischer Jurist
⢠Georg Demski (1844â1918), Ăśsterreichischer Architekt
⢠Albert Schickedanz (1846â1915), Architekt
⢠Josef Unger (1846â1922), Architekt
⢠Carl Josef Bayer (1847â1904), Ăśsterreichischer Chemiker
⢠Johannes Volkelt (1848â1930), Philosoph und Professor
⢠Hugo von Seeliger (1849â1924), deutscher Astronom
⢠Georg HĂśnel (1851â1909), Ăśsterreichischer Architekt und Stadtbaumeister von Graz
⢠Maria Theresia May (1851â1927), Ăśsterreichische Journalistin und Schriftstellerin
⢠Heinrich Conried (Cohn) (1855â1909), Direktor der Metropolitan Opera in New York
⢠Vinzenz Freiherr von Fox (1859â1931), k.u.k. General
⢠Gerhard Seeliger (1860â1921), Historiker und Hochschullehrer
⢠Rudolf Dittrich (1861â1919), Ăśsterreichischer Musiker und Hochschullehrer in Tokio
⢠Jan KotrÄ (1862â1943), tschechischer Schachspieler, -komponist und -publizist
⢠Josef Strzygowski (1862â1941), Kunsthistoriker
⢠Fannie Bloomfield Zeisler (1863â1927), Ăśsterreichisch-amerikanische Pianistin
⢠Arthur von Pongracz (1864â1942), Ăśsterreichischer Dressurreiter
⢠Hans Zenker (1870â1932), Admiral
⢠Leo Nachtlicht (1872â1942), Architekt
⢠Richard Frankfurter (1873â1953), Politiker (DDP), Jurist und Schriftsteller
⢠Selma Kurz (1874â1933), Opernsängerin
⢠Emil Schaeffer (1874â1944), Ăśsterreichischer Kunsthistoriker, Publizist und Dramatiker
⢠Karl Fuchs (1876âunbekannt), Abgeordneter der deutschen Minderheit im Schlesischen Parlament
⢠Ludwig Wolff (1876â1956), Schriftsteller und Filmregisseur
⢠Reinhard Machold (1879â1961), Ăśsterreichischer Politiker
⢠Heinrich Steinitz (1879â1942), Rechtsanwalt und Schriftsteller, NS-Opfer
⢠Artur Schnabel (1882â1951), Ăśsterreichischer Pianist und Komponist
⢠Viktor Glondys (1882â1949), Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien
⢠Robert Lohan (1884â1953), Ăśsterreichisch-amerikanischer Literaturhistoriker, Regisseur und Schriftsteller
⢠Felix von Sellheim Luschka (1885â1968), bĂśhmischer und tschechoslowakischer Politiker der deutschen Minderheit
⢠Karl Wolf (1886â1950), Physiker, Ingenieurwissenschaftler und Hochschullehrer
⢠Franciszek GroĂŤr (1887â1965), Kinderarzt und Professor
⢠Rudolf Komorek (1890â1949), Salesianer Don Boscos und Missionar
⢠Franz Sauer (1894â1962), Ăśsterr. Organist (Salzburger Domorganist) und Professor am Mozarteum
⢠Ralph Erwin (eigentlich Vogl, 1896â1943), Dichter und Komponist
⢠Hertha Karasek-Strzygowski (1896â1990), Ăśsterreichisch-deutsche KĂźnstlerin und Schriftstellerin
⢠Adolf HyĹa (1897â1965), Maler
⢠Alfred Hetschko (1898â1967), deutsch-Ăśsterreichischer Musikpädagoge, Dirigent und Komponist
⢠Rudolf Sandalo (1898â1980), deutsch-tschechoslowakischer Architekturfotograf
⢠Irene Meyer-Hanno (1899â1983), Pianistin, Klavierlehrerin und Korrepetitorin am Theater
⢠Leopold Fischer (1901â1975), Ăśsterreichischer Architekt
⢠Hugo Huppert (1902â1982), Ăśsterreichischer Schriftsteller und Kommunist
⢠Walter Kuhn (1903â1983), deutscher Volkskundler und Siedlungshistoriker
⢠PaweĹ Finder (1904â1944), Kommunist
⢠Karl Eska alias Kurt Stein (1905â1985), Schriftsteller
⢠Oswald Baer (1906â1941), Maler
⢠Martin Kirchschlager (1910â1985), Pfarrer und Superintendent in der Steiermark
⢠Anton Spatschek (1910â1988), Schriftstellercite-ref-21[21]
⢠Kurt Attermann (1913â2002), Pathologe und Kinderarzt
⢠Karl Guttmann (1913â1995), Theaterregisseur, Schauspieler, Theaterproduzent
⢠Herfried Hoinkes (1916â1975), Ăśsterreichischer Professor fĂźr Meteorologie
⢠Fedor Weinschenck (1916â1942), Skirennläufer, Olympionike
⢠Helga Freifrau von Heintze (1919â1996), Ăśsterreichisch-deutsche Klassische Archäologin
⢠Izhak Naor-Lerner, Holocaust-Ăberlebender, Autor und Unternehmer
⢠Maria Koterbska (1924â2021), Sängerin und Schauspielerin
⢠Gerda Weissmann-Klein (1924â2022), Polnisch-Amerikanische Holocaust-Ăberlebende und Schriftstellerin
⢠Herwig Karzel (1925â2001), Ăśsterreichischer evangelisch-lutherischer Theologe
⢠Hans von Keler (1925â2016), evangelischer Theologe (wĂźrttembergischer Landesbischof)
⢠Kitty Hart-Moxon, geborene Felix (* 1926), Holocaust-Ăberlebende
⢠Roman Frister (1928â2015), polnisch-israelischer Journalist und Schriftsteller
⢠Viktor Siuda (1928â2019), Sportler und Unternehmer
⢠Hans A. Nikel (1930â2018), deutscher Verleger und KĂźnstler
⢠Hans Oleak (1930â2018), deutscher Astrophysiker
⢠Shlomo Avineri (1933â2023), israelischer Historiker und Politologe
⢠Hans Schmeja (1934â2018), Ăśsterreichischer Indogermanist
⢠Jan Szarek (1936â2020), lutherischer Theologe und Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen
⢠Peter Andraschke (1939â2020), deutscher Musikwissenschaftler
⢠Helmut Kajzar (1941â1982), polnischer Dramatiker und Theaterregisseur
⢠Annette KammertĂśns (1941â2020), deutsche Politikwissenschaftlerin
⢠Horst Kubatschka (1941â2022), Politiker (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestags
⢠Gero Vogl (* 1941), Üsterreichischer Physiker in Mßnchen, Berlin und Wien
⢠Edward Fender (1942â2021), Rennrodler
⢠Dieter Boris (1943â2024), deutscher Soziologe
⢠Urszula Dudziak (* 1943), Jazzsängerin
⢠Alexander J. Hahn (* 1943), US-amerikanischer Mathematiker, Hochschullehrer
⢠BogusĹaw Kierc (* 1943), Dichter, Schauspieler und Essayist
⢠Eduard Geyer (* 1944), deutscher FuĂballtrainer und -spieler
⢠BronisĹaw Suchanek (* 1948), Jazzbassist
⢠WiesĹaw GÄbala (* 1950), Skilangläufer
⢠Jan PamuĹa (* 1951), Politiker
⢠Zbigniew Preisner (* 1955), Komponist
⢠Piotr Fijas (* 1958), Skispringer
⢠Zbigniew Malik (* 1962), Skispringer
⢠MaĹgorzata Handzlik (* 1965), Politikerin
⢠Ryszard KozioĹek (* 1966), Literaturwissenschaftler und Literaturhistoriker
⢠Renata Przemyk (* 1966), Liedermacherin
⢠JarosĹaw Klimaszewski (* 1970), Politiker
⢠Dorota KwaĹny (* 1972), Skilangläuferin
⢠Katarzyna GÄbala (* 1974), Skilangläuferin
⢠Krzysztof Marek BÄ
k (* 1977), bildender Kßnstler und Professor an der Schlesischen Universität
⢠Robert Fedek (* 1979), polnisch-US-amerikanischer rÜmisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Chicago
⢠Stefan Hula (* 1986), Skispringer
⢠Katarzyna KĹys (* 1986), Judoka
⢠Aneta Sablik (* 1989), Sängerin und Gewinnerin der elften Staffel von DSDS
⢠Mateusz Gamrot (* 1990), MMA-Kämpfer
⢠BartĹomiej Wawak (* 1993), Mountainbiker
⢠Kasia Pietrzko (* 1994), Jazzmusikerin
⢠Kamila Drabek (* 1995), Jazzmusikerin
⢠Jakub Wolny (* 1995), Skispringer
⢠Justyna Iskrzycka (* 1997), Kanutin
⢠Kinga Rajda (* 2000), Skispringerin
⢠Jan Habdas (* 2003), Skispringer
⢠Kacper Tomasiak (* 2007), Skispringer
EhrenbĂźrger
⢠Karl von Stremayr (1823â1904), Minister fĂźr Kultus und Unterricht im Zusammenhang mit der GrĂźndung und FĂśrderung der hĂśheren Lehranstaltcite-ref-22[22]
Politik
Stadtpräsidenten
An der Spitze der Stadtverwaltung steht ein Stadtpräsident, der von der BevĂślkerung direkt gewählt wird. Von 2002 bis 2018 war dies Jacek Krywult. Seither amtiert JarosĹaw Klimaszewski. Bei der Wahl 2024 trat Klimaszewski, obwohl weiter Mitglied der PO, mit seinem eigenen Wahlkomitee an, wurde aber auch von der PO unterstĂźtzt. Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:cite-ref-23[23]
⢠JarosĹaw Klimaszewski (Wahlkomitee JarosĹaw Klimaszewski) 45,9 % der Stimmen
⢠Konrad ĹoĹ (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 24,0 % der Stimmen
⢠MaĹgorzata ZarÄbska (Wahlkomitee âZarÄbska und Unabhängige Bielsko-BiaĹaâ) 11,4 % der Stimmen
⢠BronisĹaw Foltyn (Konfederacja und unabhängige lokale Verwaltungen) 6,0 % der Stimmen
⢠Magdalena Madzia (Wahlkomitee âGute Stadtâ) 5,0 % der Stimmen
⢠Szymon Twardak (Trzecia Droga) 4,0 % der Stimmen
⢠Wojciech Borecki (Wahlkomitee âOktober-Koalitionâ) 3,8 % der Stimmen
In der daraufhin nĂśtigen Stichwahl setzte sich Klimaszewski mit 63,9 % der Stimmen gegen ĹoĹ durch und wurde als Stadtpräsident wiedergewählt.
Bei der Stadtpräsidentenwahl 2018 kandidierte der bisherige Amtsinhaber Jacek Krywult nicht erneut. Stattdessen unterstĂźtzte er JarosĹaw Klimaszewski von der Platforma Obywatelska.cite-ref-24[24] Die Abstimmung brachte folgendes Ergebnis:cite-ref-25[25]
⢠JarosĹaw Klimaszewski (Koalicja Obywatelska) 39,9 % der Stimmen
⢠PrzemysĹaw Drabek (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 32,7 % der Stimmen
⢠Janusz Okrzesik (Wahlkomitee âOkrzesik und Unabhängige Bielsko-BiaĹaâ) 23,0 % der Stimmen
⢠Jerzy Jachnik (Kukizâ15) 2,5 % der Stimmen
⢠Ăbrige 1,9 % der Stimmen
In der daraufhin nÜtigen Stichwahl setzte sich Klimaszewski mit 55,0 % der Stimmen gegen Drabek durch und wurde neuer Stadtpräsident.
Stadtrat
Der Stadtrat besteht aus 25 Mitgliedern und wird direkt gewählt. Obwohl bei der Stadtratswahl 2024 der amtierende Stadtpräsident Klimaszewski mit seinem eigenen Wahlkomitee antrat, kandidierte auch die Koalicja Obywatelska mit einer eigenen Liste. Die Wahl fßhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-26[26]
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 29,9 % der Stimmen, 9 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 26,2 % der Stimmen, 9 Sitze
⢠Wahlkomitee JarosĹaw Klimaszewski 21,3 % der Stimmen, 7 Sitze
⢠Wahlkomitee âZarÄbska und Unabhängige Bielsko-BiaĹaâ 7,1 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Konfederacja und unabhängige lokale Verwaltungen 5,8 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Trzecia Droga 5,0 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Wahlkomitee âGute Stadtâ 3,4 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Wahlkomitee âOktober-Koalitionâ 1,4 % der Stimmen, kein Sitz
Die Stadtratswahl 2018 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-27[27]
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 31,2 % der Stimmen, 10 Sitze
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 26,7 % der Stimmen, 7 Sitze
⢠Wahlkomitee Jacek Krywult 19,2 % der Stimmen, 4 Sitze
⢠Wahlkomitee âOkrzesik und Unabhängige Bielsko-BiaĹaâ 16,8 % der Stimmen, 4 Sitze
⢠Kukizâ15 3,2 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 2,4 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Ăbrige 0,6 % der Stimmen, kein Sitz
Partnerstädte
⢠Akkon (Israel)
⢠Besançon (Frankreich)
⢠Berdjansk (Ukraine)
⢠FrĂ˝dek-MĂstek (Tschechien)
⢠Grand Rapids (Vereinigte Staaten von Amerika)
⢠Kirklees (Vereinigtes KÜnigreich)
⢠Kragujevac (Serbien)
⢠Lilienthal (Deutschland, 2011 beendet)cite-ref-28[28]
⢠Monreale (Italien)
⢠Rancagua (Chile)
⢠Shijiazhuang (China)
⢠Stadskanaal (Niederlande)
⢠Szolnok (Ungarn)
⢠Tienen (Belgien)
⢠TĹinec (Tschechien)
⢠Wien-Donaustadt (dort seit 2019 der Bielsko-Biala-Weg)
⢠Wolfsburg (Deutschland)
⢠Žilina (Slowakei)
Gemeinde
Die Stadtgemeinde Bielsko-BiaĹa umfasst ein Territorium von 124 km², auf dem 165.766 Einwohner (Stand 1. Januar 2024) leben. Dazu zählen folgende Stadtteile (eingemeindete DĂśrfer):
⢠Schlesien: Bielsko (Bielitz O.S.), Komorowice ĹlÄ
skie (Batzdorf), Stare Bielsko (Alt-Bielitz), Kamienica (Kamitz), Wapienica (Lobnitz), Aleksandrowice (Alexanderfeld), Mikuszowice ĹlÄ
skie (Nickelsdorf), OlszĂłwka GĂłrna (Ober-Ohlisch), OlszĂłwka Dolna (Nieder-Ohlisch).
⢠Galizien: BiaĹa (Biala), HaĹcnĂłw (Alzen), Komorowice Krakowskie (Komorowitz), Mikuszowice Krakowskie (Nickelsdorf), Straconka (Dresseldorf), Lipnik (Kunzendorf), Leszczyny (Nussdorf).
Literatur
⢠Karl August MĂźller: Vaterländische Bilder, oder Geschichte und Beschreibung sämmtlicher Burgen und RitterschlĂśsser Schlesiens beider Antheile und der Grafschaft Glatz. Zweite Auflage, Glogau 1844, S. 191â193.
⢠Gerhard Wurbs: Die deutsche Sprachinsel Bielitz-Biala (Eckartschriften-Heft 79). Schutzverein Ăsterreichische Landsmannschaft, Wien 1981.
⢠Walter Kuhn: Geschichte der deutschen Sprachinsel Bielitz (Schlesien). Holzner Verlag, Wßrzburg 1981
⢠Idzi Panic (Red.): Bielsko-BiaĹa. Monografia miasta. 2. Auflage. I. bis IV. WydziaĹ Kultury i Sztuki UrzÄdu Miejskiego w Bielsku-BiaĹej, Bielsko-BiaĹa 2011, ISBN 978-83-60136-26-3 (polnisch).
⢠Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 127â141, ISBN 3-422-03109-X
Weblinks
Commons
: Bielsko-BiaĹa
â Album mit Bildern und Audiodateien
⢠Webpräsenz der Stadt
⢠Fremdenverkehrszentrum der Stadt
⢠Die Museen der Stadt (englisch, polnisch, tschechisch)
⢠Seite der frßheren deutschen Bßrger der Stadt (Heimatgruppe) (deutsch)
⢠Bielsko â Luftbilder
⢠Bielitz-Biala â Fotografie
Einzelnachweise
cite-note-area-and-population-in-the-territorial-profile-in-2024-11. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
cite-note-22. â Ludwig Patryn: Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in Schlesien. Hrsg.: Landesstatistisches Amt des schlesischen Landesausschusses. Troppau 1912, S. 8â9 (Digitalisat).
cite-note-33. â Paulus Manker: Spurensuche: Vater, BĂźhnenbildner, Regisseur, Prinzipal. Amalthea Signum, Wien 2010, ISBN 978-3-85002-738-0.
cite-note-44. â Monografia âŚ, 2011, Band IV, S. 496.
cite-note-55. â Monografia âŚ, 2011, Band IV, S. 499â500.
cite-note-66. â Monografia âŚ, 2011, Band IV, S. 497.
cite-note-77. â Monografia âŚ, 2011, Band IV, S. 497.
cite-note-88. â Monografia âŚ, 2011, Band IV, S. 409.
cite-note-99. â Der Theatermann â Gustav Manker. Abgerufen am 2. Februar 2025.
cite-note-1010. â Bielitzer Wochenblatt Nr. 11 vom 21. März 1857
cite-note-1111. â Paulus Manker: Spurensuche: Vater, BĂźhnenbildner, Regisseur, Prinzipal. Amalthea Signum, Wien 2010, ISBN 978-3-85002-738-0.
cite-note-1212. â Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 131ff., ISBN 3-422-03109-X
cite-note-1313. â Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 133f ISBN 3-422-03109-X
cite-note-1414. â Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 136, ISBN 3-422-03109-X
cite-note-1515. â Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 136, ISBN 3-422-03109-X
cite-note-1616. â Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. MĂźnchen 2005, S. 136, ISBN 3-422-03109-X
cite-note-1717. â Gdzie szukaÄ pracy fizycznej w Bielsku-BiaĹej? In: GoWork.pl Serwis Pracy. 27. Oktober 2022, abgerufen am 16. November 2022 (polnisch).
cite-note-1818. â Uprawnienia do ulg i przejazdĂłw bezpĹatnych. UrzÄ
d Miejski w Bielsku-BiaĹej, abgerufen am 3. September 2024 (polnisch).
cite-note-1919. â aus Deutsche Biographie
cite-note-2020. â aus Deutsche Biographie
cite-note-2121. â aus Deutsche Biographie
cite-note-2222. â Hof- und Staats-Handbuch der Ăsterreichisch-Ungarischen Monarchie fĂźr das Jahr 1894 nach amtlichen Quellen zusammengestellt. Hof- und Staatsdruckerei, 20 (1894), S. 398.
cite-note-2323. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 26. Mai 2024.
cite-note-2424. â âJacek Krywult oddaje wĹadzÄ! Rekomendacja dla Klimaszewskiegoâ, auf www.bielsko.biala.pl, abgerufen am 31. Juli 2020.
cite-note-2525. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 31. Juli 2020.
cite-note-2626. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 26. Mai 2024.
cite-note-2727. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 31. Juli 2020.
cite-note-2828. â Die Freundschaft ist eingeschlafen Weser-Kurier.de, 19. Oktober 2011